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Auf Erfolgen aufbauen
Der soziale Arbeitsmarkt bietet langzeitarbeitslosen Menschen im Kreis Plön Perspektiven

Plön/Wankendorf (t). Zum 1. Januar 2019 trat das neue Teilhabechancengesetz in Kraft. Es bietet dem Jobcenter Plön die Möglichkeit, auf Erfolgen aus Projekten der Vergangenheit aufzubauen und Erkenntnisse aus dieser Arbeit gezielt, den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechend, einzusetzen:
Das Jahr 2019 steht im Zeichen eines stabilen Arbeitsmarktes, wobei die Wirtschaftsprognose weiterhin positiv ist, jedoch im Vergleich zu den Vorjahren keine wesentliche weitere Steigerung vorsieht. Durch zielorientierte Unterstützung und gute Beratung der Kundinnen und Kunden, sowie gezielter Arbeitgeberansprache werden Integrationserfolge/Teilhabe gelingen. Hierbei bleibt die Integration von Langzeitarbeitslosen und damit verbunden der Abbau des Langzeitleistungsbezuges das wesentliche Ziel, sagte Michael Westerfeld, Geschäfts­führer des Jobcenters Kreis Plön.


Foto mit Begleittext

 
Bild von links: Gruppenaufnahme der Teilnehmer
(V. l.) Stefan Leyk, Doreen Nickel, Heike Witthuhn und Mirco Hildebrandt (Centrumsleiter Vitanas Wankendorf).
Foto: Der Reporter
 


Langzeitarbeitslosigkeit geht oft mit mehreren Vermittlungs­hemmnissen einher. Ein besonderes Förderprogramm aus dem Europäischen Sozialfond (ESF- LZA) setzte in den Jahren 2015 bis 2017 genau bei dieser Zielgruppe an. Das Jobcenter Kreis Plön schaffte es, darüber 26 langzeitarbeitslose Menschen wieder eine Perspektive zu geben, welche 16 auch aktiv für sich langfristig nutzen konnten. Hierbei waren ein gestaffelter Lohnkostenzuschuss für den Arbeitgeber und ein verpflichtendes begleitendes Coaching zum Erhalt der Beschäftigung die Erfolgsgaranten. Der Mitteleinsatz des Jobcenters lag hierbei im Zeitraum von 2015 bis 2018 bei mehr als 800.000 Euro.

Eine dieser Kundinnen war Heike Witthuhn. Sie hat mit damals 54 Jahren, einer Arbeitslosigkeitsdauer von zehn Jahren und umfangreichen gesundheitlichen Ein­schrän­kungen vom Arbeitgeber Vitanas GmbH & Co KG am 1. Mai 2017 die Chance erhalten, als Betreuungskraft / Alltagsbegleiterin wieder eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen. Nach Beendigung der Förderung durch das Jobcenter Plön wird sie ab 1. Mai dieses Jahres in eine unbefristete und ungeförderte Stelle einmünden.

Das Programm war bundesweit so erfolgreich, dass es in das neue Bundes­teil­habe­chancen­gesetz zum 1. Januar 2019 eingeflossen ist. Fakt ist, dass Menschen, die wieder am Arbeitsleben teilhaben und eine berufliche Perspektive für sich sehen, ihre Langzeitarbeitslosigkeit beenden können und sich die Hilfebedürftigkeit reduziert. Dafür müssen aber alle Akteure von Kundenseite, Arbeitgeberseite und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Kreis Plön an einem Strang ziehen.


Deshalb freue ich mich als Kreispräsident des Kreises Plön und Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Plön, dass dem Jobcenter nach der Mittelverteilung für das Jahr 2019 insgesamt 1,7 Millionen Euro mehr an Geld für Integrationsarbeit und Förderung zur Verfügung stehen. Durch zielorientierte Unterstützung und gute Beratung der Kundinnen und Kunden, sowie gezielter Arbeitgeberansprache werden Integrationserfolge gelingen und mehr Teilhabe ermöglicht, dessen bin ich mir sicher, freut sich Stefan Leyk, Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters Plön, über die zusätzlichen Mittel für langzeitarbeitslose Kundinnen und Kunden.

Ziel ist es, in diesem Jahr insgesamt 45 Kunden und Kundinnen mit einem Lohnkostenzuschuss nach §16e SGB II (1. Jahr 75 Prozent und 2. Jahr 50 Prozent) und §16i SGB II (1. und 2. För derjahr 100 Prozent, 3. Jahr 90 Prozent, 4. Jahr 80 Prozent und 5.Jahr 70 Prozent ) die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Hier strebt das Jobcenter Plön eine Mischung aus Beschäftigungen bei sozialen Trägern, der öffentlichen Hand aber auch der freien Wirtschaft an. Flankiert wird der Lohnkostenzuschuss für den Arbeitgeber von dem Angebot einer ganzheitlichen beschäftigungsbegleitenden Betreuung und der Kostenübernahme notwendiger Weiterbildungen.


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