Dekoration

Sie befinden sich hier:

Migranten in Arbeitsmarkt integrieren

Staatssekretär Thilo Rohlfs besucht Awo-Arbeitsmarktprojekt
in Plön

Wir haben ein Zuwanderungsproblem, um die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu schließen, sagte Staatssekretär Thilo Rohlfs bei einem Besuch des Awo-Arbeits­markt­projektes in Plön. Deshalb sei es sinnvoll, das Potential von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund zu nutzen. Nur in Schleswig Holstein würden nach Be­rech­nungen von Arbeitsmarktspezialisten rund 100 000 Fachkräfte bis 2030 fehlen.

Vor diesem Hintergrund fördert das Land das Awo-Projekt Ich bin dabei in Plön. Das im Januar gestartete Projekt unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Landesweit gibt es zwölf weitere Projekte dieser Art, die im Rahmen des Landesprogramms Arbeit mit 4,7 Millionen Euro aus Mitteln der EU und der Landes gefördert werden.

Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen auf dem Arbeitsmarkt zurückzulassen, so Rohlfs weiter. Arbeit bedeute auch Integration. Bei dem Projekt geht es in erster Linie um die Frage, welcher Job passt zu wem und wie kann dieser jemand gefördert werden. Weil es aber auch Probleme gibt, die den Betroffenen den Weg auf den Arbeitsmarkt verbauen, fungieren die Coaches der Awo als Vermittler und Betreuer. Auf der einen Seite bewerten und beraten sie die Flüchtlinge, auf der anderen halten sie den Kontakt zu den Arbeitgebern und begleiten die Flüchtlinge bei ihren ersten Praktika.


Foto mit Begleittext

 
Bild: Aushändigung Türschild.
Als Partner des Projektes bekam die Leiterin der Arbeiterwohlfahrt, Dr. Dagmar Bez, von Staatssekretär Thilo Rohlfs ein Türschild überreicht.
Foto: Jörg Wilhelmy, SHZ 

 


Derzeit betreut das Awo-Programm fünf Frauen und vier Männer wie Demmes aus Eritrea, der gerne mal als Maler arbeiten möchte oder Mohammed aus Syrien, der von einem Job als Paketfahrer träumt oder auch Taten Fakher aus Syrien, die jetzt erst einmal Kranken­pflegerin lernen möchte, um Krankenschwester zu werden.

Auf maximal zwei Jahre ist diese Einzelförderung angelegt. Sie setzt an, wenn die ersten Deutschkurse absolviert wurden. Die jungen Leute ab 25 sollen nicht dauerhaft in Hilfsjobs versenkt werden, erläutert Jobcenter-Chef Michael Westerfeld die Zusammenarbeit mit der Awo. Wichtig sei, herauszufinden, wo die Qualifikationen liegen und dann Praktika zu vermitteln. Die Bereitschaft der Arbeitgeber sei da, berichtet Projektleiter Matthias Burger.

Derzeit sind über 700 Ausländer beim Jobcenter gemeldet. Dort werden die Betroffenen erstmalig gezielt angesprochen und dann in das Awo-Programm geschleust. Das Projekt jetzt auf Freiwilligkeit, die Motivation ist ausschlaggebend, so Burger.

Für die Teilnehmenden sei der lange Förderzeitraum sinnvoll, um ihnen ein umfassendes Bild von den Anforderungen des hiesigen Arbeitsmarktes zu geben und damit ihre Integrationschancen zu erhöhen. Benötigt werden Arbeitskräfte in den Bereichen Hotel/Gastronomie, Pflege, Handwerk, Haus­wirtschaft und auch in der Landwirtschaft.


Zurück zum Pressespiegel