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Neue Jugendberufsagentur

Leichterer Sprung in den Beruf

In Schleswig-Holstein gibt es bisher acht Jugend­berufs­agenturen unter anderem in Neu­münster und Kalten­kirchen. In Preetz öffnet das Angebot für den Kreis Plön Ende April in der Kieler Straße. Die Jugend­berufs­agentur richtet sich vor allem an Menschen unter 25 Jahren - aber auch an das Umfeld.

Preetz. Damit allen Schülern der lücken­lose über­gang vom Schul­ab­schluss in eine Aus­bildung oder an eine weiter­führende Schule glückt, haben Schul­amt, Jobcenter, die Agentur für Arbeit, das regionale Berufs­bildungs­zentrum und der Kreis Plön eine Ko­operation über eine Jugend­berufs­agentur geschlossen. Wir wollen den Jugend­lichen ein nieder­schwelliges Angebot bieten, das nicht nach Behörde riecht, erklärt Michael Westerfeld, Geschäfts­führer des Jobcenters Kreis Plön, die Idee der Ko­operation. Nicht die, die das Jobcenter schon als Kunden hat, seien problematisch, sondern die Jugendlichen, die noch nicht erfasst sind.


Foto mit Begleittext

 
Bild: Gruppenbild.
Michael Westerfeld (v.li.), Peter Garbrecht, Stephanie Ladwig, Axel Böhm, Stefan Beeg und Alexander Kraft unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung einer Jugendberufsagentur in Plön.
Foto: Frida Kammerer, KN
 


Minderjährige müssen zur Berufsschule

Schüler, die bei ihrem Schulabschluss noch minder­jährig sind, müssen noch bis zur Voll­jährigkeit eine Berufs­schule besuchen. Hier wollen wir die Jugendlichen schon überzeugen, einen Beruf zu ergreifen, sagt Axel Böhm, Leiter des regionalen Bildungs­zentrums im Kreis Plön. Viele Jugendliche verlieren wir auf dem Weg. Wir haben das Ziel, alle mit­zu­nehmen, erklärt Landrätin Stephanie Ladwig.

Schon jetzt bietet die Agentur für Arbeit und das Jobcenter übergangs- und Fall­konferenzen in Schulen an, um die Jugend­lichen möglichst früh abzuholen und in eine Aus­bildung zu bringen: Eine erfolgreiche Aus­bildung ist die beste Prävention von Arbeitslosigkeit, findet Garbrecht. Ihm sei aber auch klar, dass es bei Arbeits­losig­keit nicht immer nur um Aus­bildung und schulische Pers­pektiven geht: Es gibt Jugendliche mit erhöhten Unter­stützungs­bedarf, die müssen den Weg zu uns finden.

Jugendliche mit schwerer Vergangen­heit brauchen besondere Angebote

Das Angebot ist speziell auf Jugendliche abgestimmt, die es nicht einfach haben: Wir wollen Schüler abholen, die vielleicht eine schwierige Kind­heit hatten oder Schul­ver­weigerer sind, sagt Westerfeld. Deshalb habe man auch besondere Öffnungs­zeiten: Jemanden, der generell nicht zur Schule geht, können wir nicht um 9 Uhr ein­be­stellen.


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